UNSERE 5 OLIVENSORTEN

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Leccino

DER SÜSSE

AGROBIOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
Es handelt sich sicherlich um eine der am weitesten verbreiteten Sorten in der Welt; dies wegen ihrer ausgezeichneten Anpassungsfähigkeit an die verschiedensten Umweltbedingungen. Der Stamm ist vom üppigen Wuchs und breit. Zuwachs und Entwicklung des Stammes wie auch Höhe und Umfang der Baumkrone sind charakteristisch. Die fruchtbringenden Zweige sind klein und hängend. Die Baumkrone hat eine runde Form mit festen und langen Zweigen, weshalb dieser Baum auch als Zierpflanze geschätzt wird. Die Blüten sind einzeln und im Vergleich zu anderen Sorten ziemlich groß. Die Bäume mit niedriger Verzweigung der fruchttragenden Zweige wachsen buschähnlich. Diese Sorte reift früh heran (September - Oktober) und verträgt gut niedrige Temperaturen. Sie eignet sich für den intensiven Anbau auf kargem oder humusreichem Boden.
 

ERTRAG

Gut und regelmäßig, die Frucht ist fleischig, mittelgroß (2 – 2,5 g) und länglich rund.


BEFRUCHTUNG

Ist auf Fremdbestäubung angewiesen und wird von den Sorten „Pendolino“, „Maurino“ und „Frantoio“ bestäubt.
 

HERKUNFT

Toskana (Italien), Anbau in Istrien seit 1940.
 

ANFÄLLIGKEIT GEGEN PARASITEN

Toleriert Pseudomonas savastanoi, Spilocea oleaginea und Olivenmotte. Dagegen reagiert sie auf die Olivenfliege und Coenorhychus cribripennis empfindlich.


ÖLQUALITÄT

Erfolgt die Ernte, wenn die Früchte beginnen dunkler zu werden, ergibt sich ein Öl von hervorragender Qualität mit einem ausgeprägt frischen Geruch und der fruchtigen Würze von Oliven. Erfolgt die Ernte, wenn die Früchte bereits dunkel geworden sind oder wenn sie ihre Farbe schon geändert haben, dann ergibt sich ein mildes Öl, süß, abgerundet, ohne stärker ausgeprägtes Aroma. Die Früchte dieser Sorte können zu Konserven verarbeitet werden (schwarze Oliven in Salzlake). Der Kern ist relativ groß, was ihren Marktwert vermindert. Die Ölerträge sind gering.

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Istarska Bijelica

DIE KÖNIGIN

AGROBIOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

Der Baum ist von mittelstarkem Wuchs mit dichter Baumkrone; er neigt dazu, in die Höhe zu wachsen. Die Zweige sind lang und fest, die fruchtbringenden Zweige gerade oder leicht gebogen. Die sattgrünen Blätter spiralförmig gedreht; die Früchte sind mittelgroß und eiförmig. Wenn diese Olive heranreift, ist sie hellgrün, manchmal mit einem violetten Schimmer. Sie verträgt niedrige Temperaturen und Wind (Bora).

ERTRAG

Ertragreich, regelmäßig hohe Ölerträge. Von der Jungpflanze bis zum Stadium des Tragens vergeht aber oft lange Zeit.

 

BEFRUCHTUNG

Sie ist auf Fremdbestäubung angewiesen. Es ist empfehlenswert sie durch „Leccino“ und „Frantoio“ bestäuben zu lassen.

 

​HERKUNFT

Verbreitet in Istrien und Kvarner.

ANFÄLLIGKEIT GEGEN PARASITEN

Anfällig auf die Olivenfliege.

 

ÖLQUALITÄT

Hervorragend. Man erkennt dieses Öl an seinem stark ausgeprägten pikantem und bitterem Geschmack. Neben diesen wünschenswerten und natürlichen Eigenschaften andere Aromen oder ein Nachgeschmack kaum spürbar.

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Pendolino

DER WÜRZIGE

AGROBIOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

Der Baum ist mäßig üppig. Die Zweige sind gekrümmt und wachsen hängend. Die Baumkrone ist dicht mit lanzettförmigen Blättern belaubt. Die Früchte sind länglich, leicht asymmetrisch und mittelgroß. Die fruchtbringenden kleinen Zweige sind lang, hängend, elastisch und wachsen zum Boden gebogen. Von der Jungpflanze bis zum Ertrag vergeht nicht viel Zeit. Der Ölbaum passt sich verschiedenen Bodenbeschaffenheiten an und verträgt zum Teil niedrige Temperaturen.

ERTRAG

Ertragsreich, regelmäßig mit hohem Ölertrag. Es handelt sich um eine frühe Sorte, deren Früchte nach und nach reifen (September, Oktober).


BEFRUCHTUNG

Ist auf Fremdbestäubung angewiesen und wird von den Sorten „Maurino“, „Rossciola“ und „Leccino“ bestäubt. Sie bestäubt selbst gut andere Sorten.


HERKUNFT

Toskana (Italien), seit 1942.

 

ALLFÄHLIGKEIT GEGEN PARASITEN 

Anfällig gegen Capnodium.

ÖLQUALITÄT

Diese Sorte wird vor allem angebaut, um andere Sorten zu bestäuben. Trotzdem sollte man nicht übersehen, dass ihre Früchte ein Öl von hervorragender Qualität erzeugen, das sich sich durch seine fruchtige Würze auszeichnet.

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Istarska Buza

DIE PIKANTE

AGROBIOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

Die Sorte hat mehrere Varianten und ist unter den Namen „Burgaca“, „Morgaca“, „die Einheimische“ oder „Gura“ bekannt. Daher erklären sich gewisse morphologische Unterschiede was Ertrag, Blattgröße und Frucht betrifft. Es handelt sich um einen rustikalen Baum mit einem kräftigen und üppigen Wuchs; die Baumkrone ist dicht und neigt dazu breit in die Höhe zu wachsen. Bei regelmäßigem Schnitt bekommt sie eine rundliche Form mit gut entwickelten Zweigen. Die kleinen Zweige wachsen gerade, während die fruchttragenden kleinen Zweige gebogen sind. Die Blätter sind mittelgroß, ellipsen- und lanzettförmig mit olivgrüner Färbung mit grauer Unterseite. Die Früchte sind mittelgroß bis groß, was von der Cultivar abhängt, eiförmig und leicht asymmetrisch; bei vollständiger Reife sind sie dunkel gefärbt. Dieser Olivenbaum gedeiht in warmen und geschützten Lagen.​

ERTRAG

Unter Verwendung von Agrotechnik regelmäßig erträglich; in manchen Jahren kann der Baum besonders ertragsreich sein.

BEFRUCHTUNG

Während der Baumblüte wirken sich ungünstige Wetterverhältnisse (Nebel, Sprühregen, stärkerer Wind) negativ aus. Sie wird hauptsächlich zusammen mit anderen einheimischen Sorten gezüchtet: «Moražola», «Karbonaca», «Rošinjola», «Buža Puntoža» und «Buža Minuda». Es hat sich gezeigt, dass ausländische Sorten wie «Leccino», «Pendolino» und andere sich gut zur Bestäubung eignen.

HERKUNFT

Die meist verbreitete einheimische Sorte in Istrien.

ANFÄLLIGKEITEN GEGEN PARASITEN

Anfällig auf: Spilocea oleaginea, Olivenfliege, Olivenmotte, Seissetia oleae, Capnodium.


ÖLQUALITÄT

Die Ölqualität ist ausgezeichnet, wobei je nach Reifestadium der Olive zwei verschiedene Geschmacksrichtungen erzielt werden:
- werden die Oliven geerntet, wenn die Frucht gelblich wird, dann erzielt man ein Öl von hervorragender Qualität mit einem ausgeprägten frischen Geruch, angenehm bitterem Geschmack und charakteristisch pikantem Aroma;
- werden sie geerntet, wenn die Früchte dunkler werden oder ihre Farbe verändern, dann erzielt man ein süßes Öl, mit einem abgerundeten, fruchtigen und würzigen Geschmack nach Oliven ohne besonders ausgeprägtes Aroma.

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Frantoio

DER SCHMEICHLER

AGROBIOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

Der Baum ist mäßig üppig. Die Zweige sind gekrümmt und wachsen hängend. Die Baumkrone ist dicht mit lanzettförmigen Blättern belaubt. Die Früchte sind länglich, leicht asymmetrisch und mittelgroß. Die fruchtbringenden kleinen Zweige sind lang, hängend, elastisch und wachsen zum Boden gebogen. Von der Jungpflanze bis zum Ertrag vergeht nicht viel Zeit. Der Ölbaum passt sich verschiedenen Bodenbeschaffenheiten an und verträgt zum Teil niedrige Temperaturen.

ERTRAG

Ertragsreich, regelmäßig mit hohem Ölertrag. Es handelt sich um eine frühe Sorte, deren Früchte nach und nach reifen (September, Oktober).


BEFRUCHTUNG

Ist auf Fremdbestäubung angewiesen und wird von den Sorten „Maurino“, „Rossciola“ und „Leccino“ bestäubt. Sie bestäubt selbst gut andere Sorten.


​​HERKUNFT

Toskana (Italien). In Istrien kultiviert seit 1940.

ANFÄLLIGKEIT GEGEN PARASITEN

Anfällig gegen Capnodium.


ÖLQUALITÄT

Diese Sorte wird vor allem angebaut, um andere Sorten zu bestäuben. Trotzdem sollte man nicht übersehen, dass ihre Früchte ein Öl von hervorragender Qualität erzeugen, das sich sich durch seine fruchtige Würze auszeichnet.